Arbeitsablauf

 

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INTAGLIOTYPIE: Arbeitsablauf

Das gewünschte Motiv wird auf eine transparente Folie übertragen:
- auf OHP-Film ausgedruckt, am besten mit einem Ink-Jet-Drucker,
- auf Laserfolie kopiert,
- auf Transparentfilm gezeichnet,
- auf Film ausbelichtet.

Auf eine Druckplatte (aus Metall oder besser Kunststoff) wird Fotopolymerfilm (ImagOn-Film) auflaminiert - Druck und Wärme sind die wichtigsten Komponenten.
Diese Arbeit kann bei normalem Tageslicht oder Glühlampenbeleuchtung durchgeführt werden, allerdings nicht unter Sonnenlichteinstrahlung, Neon- oder Halogenlicht.

Damit auch zusammenhängende schwarze (bzw. einfarbige) Flächen die Druckfarbe halten können, müssen sie in viele kleine Vertiefungen aufgespalten werden - in der herkömmlichen Radierung geschieht das durch die Aquatintatechnik.
In der Intagliotypie erhält man diese Effekt durch einen Vorbelichtung mit einer Folie mit einem unregelmässigen Raster, damit man später keinen regelmässige Strukturen erkennt. Da diese Folie den gleichen Effekt hat wie in der herkömmlichen Radierung, heisst sie AquatintaScreen. Sie wird an einem Belichtungsgerät immer mit der gleichen Belichtungszeit verwendet. Diese Folie kann wiederholt eingesetzt werden.

Zur Vorbelichtung wird die laminierte Druckplatte und der AquatintaScreen - möglichst in einem Vakuumrahmen - unter einen UV-Punktlichtquelle gelegt und belichtet.
Eine UV-Punktlichtquelle ist notwendig, weil bei einer flächigen Ausleuchtung die sehr feinen Punkte, Linien und Grauwerte des Motivs unterstrahlt werden und damit verschwinden. Zum Testen kann ein Röhrengerät (ein UV-Bräuner o.ä.) verwendet werden.

Gleich anschliessend erfolgt die Belichtung der Motivfolie (die Belichtungszeit muss man durch einen Teststreifen ermitteln).

Die belichtete Platte wird in einer schwachen Lauge 9 Minuten lang ruhig liegend entwickelt, dann mit Essig neutralisiert, mit kalten Wasser gewaschen und mit einem Fön getrocknet.

Die Platte kann nun - wie in einer herkömmlichen Radierung - mit Tiefdruckfarben auf Öl- oder Wasserbasis eingefärbt und gewischt werden.

Mit einer Druckpresse wird die eingefärbte Platte auf gewässertes Tiefdruckpapier gedruckt.

 

 

 

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